© Daliah Spiegel

Matteo Haitzmann (AT)

Eine Stigmatisierung bestimmter Randgruppen war schon bei vergangenen Epidemien immer wieder zu beobachten. Einseitige Berichterstattung und Stimmungsmache tragen dazu bei, dass Hass und Vorurteile gegenüber den „Anderen“ genährt werden. Oftmals kommt es auch zur Ausgrenzung. Inspiriert von Gideon Mendels Fotoband the ward, beschäftigt sich Matteo Haitzmann in THOSE WE LOST mit den Überlebensstrategien der LGBT-Bewegung in der Aids-Krise der 80er- und 90er-Jahre.

Dabei beschäftigt er sich mit der Frage, wie Mut und Zusammenhalt einer vergangenen Bewegung noch heute Impulse im Kampf um gesellschaftliche Gerechtigkeit geben können. Matteo Haitzmann zollt mit diesem performativen Solokonzert den Toten Tribut und sucht gleichzeitig nach Inspiration für die Lebenden. Video- und Audioaufnahmen aus der damaligen Zeit verbindet er mit Kompositionen. THOSE WE LOST ist ein Aufschrei und eine Kampfansage, gleichzeitig aber auch eine Verbeugung und Danksagung.

DO
29.07.2021
19:00 Uhr

Besetzung:

Matteo Haitzmann
Violine, Oktav-Violine, Gesang, Konzept, Komposition
Lukas Froschauer
Tontechnik