© Maria Frodl

Emily Stewart (UK)

The Anatomy of Melancholy, das Debüt-Projekt der costa-ricanischen/britischen Geigerin Emily Stewart, basiert auf dem gleichnamigen Werk des Schriftstellers Robert Burton aus dem Jahre 1621. Burtons Werk handelt von der Idee, dass das menschliche Dasein und unsere Wahrnehmung in erster Linie von der Melancholie geprägt sind; dieses Motiv wird auf psychischen, historischen und philosophischen Aspekten untersucht. Ähnlich wie das Buch ist Stewarts Musikprogramm eine Sammlung von Miniaturen, die konzeptuell durch das gemeinsame Thema Melancholie verbunden sind. Sie schöpft Inspiration aus der Fülle ihres eigenen, vielseitigen Hintergrunds: Hier finden sich Klänge aus der Klassik, dem Great American Songbook, der keltischen Volksmusik, und der freien Improvisation zusammen.
Die Musik – ob kleine Werke aus der Klassik, Folk Songs oder Eigenkompositionen – wurde von ihr gekonnt für Streichtrio arrangiert. Songs sowie gesprochene Gedichte und Vignetten aus Burtons Buch und aus eigener Feder werden mit der Musik zu einem verführerischen Ganzen verflochten. Mehr als eine rein musikalische Darbietung vermag The Anatomy of Melancholy den Zuhörer in eine Welt voller Sehnsucht und Erinnerung zu versetzen.
„Eine überragende musikalische Erzählung, inspiriert von dem 1621 erstmals veröffentlichten gleichnamigen Buch von Robert Burton: eine schier endlose Bewegung von Sehnsucht zu Melancholie und all den Tönen dazwischen.“ – Andreas Schett, col legno music

FR
30.07.2021
19:00 Uhr

Besetzung:

Emily Stewart
Violine, Gesang,
Klavier, Komposition,
Text
Lukas Lauermann
Cello
Judith Ferstl
Kontrabass