© Lukas Beck

Ille C. Gebeshuber (AT)

Wenn Ille Gebeshuber über die Flügel eines Schmetterlings spricht, kommt sie ins Schwärmen. Diese Farbenspiele, die Nanostrukturen, die Fähigkeit, die Temperatur des Flügels so zu regulieren, dass es nie zu kalt oder zu heiß ist, “da steckt Wissen drin, das wir vielleicht erst in hundert Jahren oder nie erforschen werden”, sagt Gebeshuber und lächelt verschmitzt. Fast ein wenig verträumt blickt sie zur Decke und erzählt, wie sie die Schönheit der Natur anzieht und wie sie verstehen möchte, was in Pflanzen, Tieren und Steinen passiert. Bionik nennt sich die Disziplin, die versucht, Phänomene der Natur in die Technik zu übertragen.

Ille Gebeshuber ist eine der Besten ihres Fachs und wurde 2017 als „Österreicher des Jahres (m/w)“ in der Kategorie Forschung ausgezeichnet. Sie sitzt im Direktorium der International Society of Bionic Engineering mit Sitz in China, lehrte in Kalifornien an der University of Santa Barbara und war Professorin an der Nationalen Universität Malaysia. In den sieben Jahren, die sie in Asien lebte, entdeckte sie ihre Liebe zum Dschungel. Dort lasse sich am meisten über die Natur lernen, sagt sie. Mit Studenten streunte sie durch den Urwald und suchte nach neuen Erkenntnissen. “Da ist alles einfach wunderschön”, sagt sie.

In Lunz am See wandert sie mit uns um den See und erzählt uns davon, was wir von den heimischen Wäldern lernen dürfen.

MI
24.07.2019
16:30 Uhr